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Profil: Dr. Jürgen Vollmer

Personendaten

Titel: Prof. Dr. rer. nat. Diplom Informatiker
Name: Vollmer
Vorname: Jürgen
Ausbildung: Studium der Informatik mit Nebenfach Soziologie an der Universität Karlsruhe.
Abschluß: Diplom-Informatiker
Thema der Diplomarbeit:
Kommunizierende sequentielle Prozesse in Modula-2; Entwurf und Implementierung eines Transputer-Entwicklungssystems
(siehe z.B. Die Programmiersprache Modula-P).
Note: sehr gut.
Promotion in Informatik an der Universität Karlsruhe, Institut für Programmstrukturen und Datenorganisation (IPD) bei Prof. Gerhard Goos.
Thema der Dissertation:
Analyse und Transformation kontrollflußparalleler Programme.
Note: gut.
Nationalität: deutsch
Jahrgang: 1961
Familienstand:verheiratet, vier Kinder
Sprachen: deutsch, englisch, etwas französisch
eMail: <Juergen.Vollmer@informatik-vollmer.de>
WWW: www.informatik-vollmer.de

Schwerpunkt

Design und Implementierung von Werkzeugen zur

von Programmen mittels Compilerbau-Technologie.
Hauptanwendungssprachen sind: COBOL, SQL, PL/1, C, C/C++, Java, etc.

Berufserfahrung

2008 - heute
Professor für Lehraufgaben an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg, Karlsruhe (bis 1. März 2009 Berufsakademie Karlsruhe) im Studienbereich Technik, in den Studiengängen Informatik.
Seit 2010 Studiengangsleiter im Studiengang Informatik (Informationstechnik).
1996 - 2008
freiberufliche Tätigkeit
1989 - 1996
Wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Forschungsstelle der Gesellschaft für Mathematik und Datenverarbeitung (GMD) Karlsruhe, und nach deren Schließung an der Universität Karlsruhe (Uni).
1986
Auslandsaufenthalt an der Uni Trondheim / Norwegen
1985
Auslandsaufenthalt bei SINTEF Trondheim / Norwegen
1983 und 1984
Werkstudent bei Siemens Karlsruhe
1982 - 1989
Wissenschaftlicher Hilfsangestellter an der Uni und GMD

Seit 2008

Für TelefonSeelsorge Deutschland wurden zwei Web-Applikationen entwickelt und betrieben.

TSbussi (seit 2011)
TSbussi ist eine Web-Applikation zur Erstellung der Gesprächsstatistik der TelefonSeelsorge Deutschland. TSbussi wird nach seiner Einführung von allen rund 100 TelefonSeelsorge-Stellen in Deutschland benutzt werden.
TSplan (seit 2008)
TSplan (TelefonSeelsorge-Dienstplanung) ist ein Programm zur Ünterstützung der Dienstplanung und Mitarbeiterverwaltung einer TelefonSeelsorge Stelle. TSplan wird inzwischen von über 10% der TelefonSeelsorge-Stellen in Deutschland benutzt (siehe Refrenzen).
Ein Prototyp des TSplan-Programmes wurde 2006 als vom Autor initiierte und betreute Studienarbeit an der Dualen Hochschule Karlsruhe (vormals Berufsakademie Karlsruhe) von den Studenten Andreas Dietsche, Christian Friedrich und Alexander Nuernberger erstellt. 2007 wurde dieser Prototyp dann von Sven Ferber in seiner Studienarbeit ergänzt. Dieser Prototyp bildete die Grundlage der jetzigen, vollständig neu entwickelten Implementierung des Systems.

Freiberufliche Tätigkeit 1996 - 2008

Die freiberuflichen Projekte im Zeitraum 1996 - 2008 wurden in Zusammenarbeit mit der Firma CoCoLab durchgeführt, welche die Cocktail-Compilerbauwerkzeuge und Teile der Parser beisteuert.

Es handelt sich meist um Projekte mit deutschen Banken sowie deutschen und französischen Softwarehäusern im Zusammenhang der (halb)-automatischen Transformation von COBOL Programmen (vergleichbar mit dem Y2K-Problem) und Abbildung von Quellinformationen (für COBOL, Java, C, SQL, REXX, PL/1, usw.) in diverse Repositories.

Die Projekte wurden unter Linux entwickelt und dann auf verschiedensten Plattformen portiert, z.B. Microsoft/Windows, AIX, Solaris, IBM/MVS. Unter Linux wurden die "üblichen" Entwicklungswerkzeuge benutzt: emacs, gcc, gdb, make, perl, rcs und cvs. Unter Microsoft: cygwin und VisualStudio.

Allgemein (interne Projekte für CoCoLab)

REXX (2006)

Entwicklung des Dokumentationswerkzeuges rexx2html, das annotierte HTML-Dateien aus REXX Quellen erzeugt. Die zusätzlichen Informationen basieren auf einer Kontrollfluß- und Callanalyse, die der CoCoLab REXX Parser auf den REXX Quellen durchführt.

COBOL (seit 2003, diverse Kunden)

PLANET (franz. Hersteller von Kosmetikartikeln, in Zusammenarbeit mit einem franz. Softwarehaus, 2003)

Eine ADABAS Datenbank sollte um div. Felder erweitert werden. Also Folge davon mußten die Datenbankzugriffe in COBOL und Natural Programmen angepaßt werden. Vom Kunden wurden die Code-Transformationen (mehr oder weniger präzise) spezifiziert.

Implementierung einer vollautomatischen Code-Transformation von COBOL und Natural-Quellen, welche die neuen Zugriffe realisierten.

Das Projekt brachte nach Aussagen des Kunden eine Reduktion des Aufwands im Vergleich zur manuellen Durchführung der Transformation um den Faktor 1.000. Es wurden ca. 70.000 Editieroperationen (insert/replace/delete) für ca. 41.000 Transformationsregelanwendungen automatisch durchgeführt.

CICS (für diverse Kunden 2004)

Kontrollflußanalyse für CICS

SQL-Metriken (verschiedene Banken, zusammen mit einer weiteren Firma, 2001 und 2004)

Ausgehend von dem DB2 bzw. dem neuen SQL Parser wurden diverse Metriken und Cross-Referenz-Information-Werkzeuge implementiert. Mit diesen Systemen wurden die vollständigen SQL-Quellen der beiden Banken analysiert.

SQL (interne Entwicklung, seit 2000)

WPKN (eine Bank in Frankfurt, 2001-2002)

Umstellung von Wertpapierkennummern von 6-Stellig numerisch auf 12-stellig alphanumerisch. Die EZB (europäische Zentralbank) forderte diese Umstellung. Die COBOL-Quellen der Bank sollten (halb)-automatisch so angepaßt werden, daß sie die neue WPKN verarbeiten konnten. Dabei war absolute Zuverlässigkeit bzgl. der Korrektheit der geänderten Codestücke gefordert. Ziel des Projektes war das Design und Implementierung eines Werkzeugs, welches die Umstellung anhand von vorgegebenen bzw. zu entwickelnden Regeln durchführt. Eine automatische Umstellung sollte nur dort erfolgen, wo dies zu 100% sicher war. Für Zweifelsfälle (d.h. wenn nicht genügend Informationen aus dem zu transformiereden Programm gewonnen werden konnte) sollte eine Transformation vorgeschlagen werden, die von COBOL-Programmieren verifiziert werden mußte.

Es wurde auch eine Erklärungskomponente (Perl+HTML) entwickelt, welche die "Gründe" für eine automatische Transformation darstellte. ("Gründe" bedeutet hierbei: welche COBOL-Variablen wurden wo und wie in der Quelle modifiziert, um sie als automatisch WPKN-relevant einzustufen und damit zu transformieren).

Zur Lösung wurden Techniken aus der Compiler-Optimierung von Programmen benutzt.

Das Projekt war äußert erfolgreich, denn die Bank war als eine wenigen deutschen Banken rechtzeitig zum von der EZB geforderten Termin mit der Umstellung fertig. Die Arbeitsersparnis (inkl. der Entwicklungszeit des Werkzeugs) des (halb)-automatischen Ansatzes im Vergleich zu geschätzter "Handarbeit" betrugen laut Angaben der Bank 600 Personentage was ca. 30% schneller bzw. billiger bedeutete.

Siehe auch: Erfahrungen mit der werkzeug-gestützten Änderung von COBOL-Systemen, Eingeladener Vortrag, gehalten auf der Fachtagung der "Special Interest Group of the Swiss Informaticians Society" (SI) Software-Engineering, SI-SE 2003. Thema der Tagung: "Software-Sanierung, Herausforderungen Ansätze Erfahrungen", Universität Zürich-Irchel 13./14. März 2003.

Redokumentation (ein französisches Softwarehaus, 1999-2002)

Das Softwarehaus entwickelte ein System zur "Redokumentation" von COBOL, PL/1, Java, C/C++, SQL Programmen.

REPTIL (eine Bank in Frankfurt, 1998-2005)

REPTIL ist ein Repository für Programme zur Darstellung von programmübergreifenden Informationen (Benutzte Dateien, Datenbanken, Quellcode, usw).

TCD (Softwarehaus in München, 1997-1998)

Design und Implementierung eines Codegenerator (mit Zielsprache C) und Interpreter für Sprache die TCD+ (eine PASCAL-Variante, angereichert um Datenbankzugriffe, welche vom Kunden definiert wurde).

Tandem: (Softwarehaus in München 1997-2002)

FORTRAN (1996)

Erweiterung eines bestehenden FORTRAN-Frontends: Aufbau des abstrakten Syntaxbaumes.

Wissenschaftlicher Mitarbeiter: Zeitraum 1989 - 1996

Mitarbeit und leitende Funktion an den ESPRIT-Projekten (1990-1996, GMD, Uni)

COMPARE (Entwicklung von Übersetzern und Übersetzerbauwerkzeugen für parallele Architekturen) und PREPARE (High-Performance Fortran Compiler)

COMPARE

PREPARE

Studium: 1981 - 1989

Modula-P (1989, Diplomarbeit)

MOCKA (1987 - 1989, Uni, HiWi)

Projekt MOCKA MOdula-2 Compiler of KArlsruhe (original URL: MOCKA
aber auch z.B. Linux Software Map: Modula-2 Compiler MOCKA for Linux, GMD Modula-2 Compiler MOCKA - Main Package 9903 Glibc).

Datenbanken (1986, Uni Trondheim)

Entwurf und Implementierung eines Caches für eine netzwerkbasierte Systemdatenbank.

Expertensysteme (1985, SINTEF Trondheim)

Entwurf und Implementierung einer Komponente zur Handhabung unsicherens Wissens für ein geologisches Expertensystem.

Druckertreiber (1983 und 1984, Siemens Karlsruhe)

Entwicklung eines Druckertreibers für die ersten Laserdrucker.

Spezialkenntnisse

Tools

Lehrtätigkeiten

Sonstiges

Dr. Jürgen Vollmer (www.informatik-vollmer.de)
Diese Seite wurde am 14. Mai 2017 aktualisiert